Die Idee

Cuba ist "in" – Reportagen in Presse, Rundfunk und Fernsehen, die Berichte derer, die schon dort waren, Filme und Musik – die "Isla Grande", die größte unter den Karibikinseln, ist in aller Munde. Für Adolf Platten, mit Croatia Sailing seit 1992 erfolgreich im Yachtcharter-Geschäft, und nach etwa einem Dutzend Besuchen noch immer passionierter Cuba-Reisender, ist das der Grund, auch für die Charterkunden in Cuba eine Basis zu schaffen. Sein Motto: Alle reden von Cuba – wir sind da. Seit  Januar 2002. Um keine Verwirrung durch den Firmennamen zu verursachen, heißt die kubanische Tochterfirma Platten Sailing Cuba. Qualität und Service bewegen sich natürlich auf dem selben hohen Niveau wie bei der "Mutter" Croatia Sailing in Porec und Zadar.

 

1492  

Die Entdeckung Cubas
Aus dem Logbuch des Christoph Columbus

Sonntag, 28. Oktober 1492
Es bereitete mir ein solches Vergnügen, all das grün und jene Wälder und Vögel zu sehen, dass ich mich kaum davon losreißen konnte. Diese Insel mit ihren vielen guten Häfen und tiefen Flüssen ist die schönste, die ich jemals erblickt habe. Und es scheint keine Gezeiten zu geben, da das Gras am Strand bis ans Meer reicht (...)  Zwischen all diesen Inseln habe ich bis jetzt noch keine stürmische See erlebt. Überall auf der Insel erheben sich sehr schöne Berge (...). Soweit ich die mit mir fahrenden Indianer verstehe, gibt es auf der Insel viele Flüsse (...) und dass sie die Insel mit ihren Kanus nicht innerhalb von zwanzig Tagen umfahren könnten.

Montag, 29. Oktober 1492
Ich neige zu der Ansicht, dass alle Indianer an der Küste Fischer sind; ihren Fang bringen sie wohl ins Innere der Insel, die ziemlich groß zu sein scheint. Es gibt Bäume mit köstlich schmeckenden Früchten. Der Wind weht des Nachts sanft und angenehm, weder kalt noch warm (...) allein hier herrscht ein laues Klima wie im Mai. Die Berge sind schön anzusehen...

Samstag, 3. November 1492
Ich zog das Boot auf das Ufer hinauf, stieg an Land und erklomm eine kleine Anhöhe, um mir einen Eindruck der Gegend zu verschaffen. Des dichten Waldes wegen, der frisch und wohl-riechend war, vermochte ich jedoch nichts zu erschauen. Alles ist so schön, dass man sich niemals an diesem Anblick satt sehen oder des Sangs der großen und kleinen Vögel müde werden könnte. Heute kamen viele Kanus zu den Schiffen heran, um aus Baumwolle gesponnene Dinge zu handeln, einschließlich der Netze, in denen diese Leute schlafen.

Dienstag, 6. November 1492
Die Spanier berichteten, die Indianer hätten sie mit großer Feierlichkeit empfangen, und alle Männer und Frauen hätten sie sehen wollen, und sie seien in den besten Häusern untergebracht worden. (...) Auf ihrem Weg ins Innere des Landes trafen meine Männer viele Eingeborene, Männer und Frauen, welche ein verkohltes und ausgehöhltes Stück Holz in den Händen hielten, und dazu Kräuter, um diese darin zu verrauchen, was ein Brauch bei ihnen ist. (...) All diese Leute sind bereit, ihre Habe zu einem lächerlich geringen Preis herzugeben (...). Diesen Leuten fehlt der Sinn für Kriegerisches...


Sonntag, 25. November 1492
Ich kann (...) kaum in Worte fassen, was für eine Freude und für ein Vergnügen es bereitet, all dies zu betrachten (...). So wie diese Gegend es verdiente, habe ich sie noch nicht zu einem hundertsten Teil gelobt, und es gefällt unserem Herrn, mir immer Neues zu zeigen. Denn was ich bis jetzt entdeckt habe, hat sich stets noch besser als das bereits gesehene erwiesen (...).


Und niemand wird all dies glauben können, solange er es nicht selbst gesehen hat...

 

1992  

Ich fuhr nach Cuba 
weil
ich neugierig war; 
weil
keiner seine Stärken zugeben will; 
weil
ich so viel darüber gelesen habe; 
weil
es verboten ist; 
weil
es so herzerweichend liebenswert ist; 
weil
sich so viele Leute dafür engagieren während es so viele andere aufgegeben haben; 
weil
die Cubaner großartige Musik und aromatische Zigarren machen; 
weil
sie ihrem früheren Herrn seit mehr als drei Jahrzehnten eine lange Nase zeigen; 
weil
ich es satt hatte, über lateinamerikanische "Demokratien" zu schreiben, wo verzweifelte, analphabetische Campesinas an Straßenecken sitzen und Kämme, Nagelscheren und unterbewertete Handarbeiten verkaufen, während ihre unterernährten, barfüßigen Kinder die Hand offen halten und "bitte" sagen anstatt zu lernen, wie man einen Bleistift hält oder einen vollständigen Satz liest; 
weil
es eine reiche literarische Tradition hat; 
weil
meine Lieblingsspieler der Washington Senators in den 50er Jahren Cubaner waren; 
weil
ich unheilbar romantisch bin; 
weil
die cubanischen Frauen geistreich und verführerisch sind; 
weil
in den letzten fünf Jahrhunderten der Reiseschriftstellerei nur wenige Städte so überschwänglich gepriesen wurden wie Havanna; 
weil
ich "Unser Mann in Havanna" und "Der alte Mann und das Meer" mochte;
weil ich denen, die auf Cuba einprügeln, so wenig traue, wie denen, die es hochjubeln; 
weil
ich das Funkeln in Fidels Augen mochte; 
weil
ich noch nie in einem kommunistischen Land gewesen war; 
weil
ich den Rumba lernen wollte; 
weil
es hunderte von Meilen unberührter Strände hat; 
weil
es so rätselhaft und geheimnisvoll ist...

Tom Miller, Trading With the Enemy –
A Yankee Travels Through Castro’s Cuba
(1992)

 

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